VRM Wochenblätter

Eine rasante Verwechslungskomödie

TUD Schauspielstudio spielt Oscar Wildes „Bunbury“

von Redaktion

PogoFestival. VolovaElena.StockAdobe

Die beiden Versteckspieler: Algernon (Roman Richter, oben) und Jack (Jonas Strubelt)                                                                                              Foto: TUD Schauspielstudio

Eine rasante Verwechslungskomödie ist „Ernst ist das Leben (Bunbury)“, die der große englische Autor und hellsichtige Zyniker mit Herz, Oscar Wilde (Das Bildnis des Dorian Gray), vor rund 130 Jahren genial konstruiert hat und die jetzt vom Schauspielstudio der TU Darmstadt auf gleich zwei Darmstädter Bühnen hintereinander gebracht wird. Die Premiere im seit über 60 Jahren angestammten Domizil der studentischen Theaterensembles, dem Wilhelm-Köhler-Saal im Alten Hauptgebäude der TU, ist am Freitag (7.), ab 20 Uhr.

Zur von messerscharfem Wortwitz geprägten Komödie hat das studentische Theaterensemble neue Szenen hinzugeschrieben. Wildes treffsichere Pointen und satirische Überspitzungen, die seinerzeit der bigotten und fassaden-orientierten spätviktorianischen Gesellschaft süffisant den Spiegel vorhielten, entfalten somit auch heute noch ihre Wirkung.

Zur Handlung: Zwei miteinander befreundete Lebemänner der Upper-Class, Jack und Algernon, erfinden neue Identitäten, Jack schlüpft in die Rolle (s)eines „Bruders Ernst“, Algernon erfindet einen „Freund namens Bunbury“. Ihr Erfindungsreichtum dient beiden dazu, sich unter falschem Namen, bezw. falschem Vorwand, in der Bigotterie des Spätviktorianismus unerkannt ihren Vergnügungen hingeben zu können. Als sich beide Männer aber ernsthaft verlieben (in Gwendolen, in Cecily) und beide ihre Lügengespinste gerne loswerden wollen, ja müssen, geht es erst richtig los mit den Verwicklungen…

„Bunbury – Eine triviale Komödie für ernste Leute“ hat das TUD-Schauspiel-Ensemble seine Bearbeitung dieses Spiels mit Identitäten genannt. Nach der Premiere im Wilhelm-Köhler-Saal im Alten Hauptgebäude der TU Darmstadt, Hochschulstraße 1, am Freitag (7.), 20 Uhr, folgen dort drei weitere Vorstellungen am Sonntag (9.), 18 Uhr, sowie am Freitag (14.) und Dienstag (18.), jeweils um 20 Uhr.

Danach geht es in das Theater Moller Haus an der Sandstraße 10 mit Vorstellungen am Sonntag (23.), 18 Uhr, sowie am Montag (24.), Mittwoch, 2. November, Donnerstag, 10. November, und Freitag, 11. November, jeweils ab 20 Uhr.

Karten

Karten für den Wilhelm-Köhler-Saal gibt es unter E-Mail karten@tud-schauspielstudio.de unter Angabe der Anzahl der Karten, des Aufführungsdatums und eines Namens. Karten für das Theater Moller Haus gibt es hier. Studierende der TU Darmstadt und der Hochschule Darmstadt (h_da) erhalten bei Vorlage des Kulturtickets jeweils kostenlosen Eintritt.

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