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Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all

Zahlreiche Weihnachtsmärkte in Mittelhessen: Glühwein-Hotspots sind Wetzlar, Herborn, Dillenburg und Marburg

von Redaktion

Nochmal abrocken. Foto: Jehavo/AdobeStock

Weihnachtliches Flair. Foto: Dominik Ketz

„Kling Glöckchen, klingelingeling“: Die Weihnachtsmarktsaison in Mittelhessen ist eingeläutet. „Alle Jahre wieder“ werden in den Städten und Dörfern nach dem Totensonntag die Glühweinkocher und Bratwurstgrills angeworfen, der örtliche Gesangverein stimmt „Leise rieselt der Schnee“ an, der Posaunenchor erklimmt den Kirchturm und  – immer wieder extrem „Lustig, lustig, tralalalala“ – Wagners Karl-Heinz zwängt sich ins immer enger werdende Nikolauskostüm und klebt sich eine XXL-Packung Watte aufs Doppelkinn.  

Während die kleineren, von feucht-festlicher Dorfgemeinschaftstradition geprägten Märkte nach einem oder maximal zwei Tagen wieder Schnee, beziehungsweise Dulges von gestern sind, dampfen die Töpfe und Pfannen in den größeren Städten ab sofort täglich bis mindestens Weihnachten oder sogar darüber hinaus.

So auch in Wetzlar. Da es ohne Anglizismen spätestens seit Whams „Last Christmas“ auch in der Adventszeit nicht mehr geht, nennt das Stadtmarketing das „O du Fröhliche“-Treiben in der Domstadt trendbewusst „Weihnachtsflair“, was übersetzt in etwa „Weihnachten mit Stil“ bedeutet. Genießen kann man das im Weihnachtsdorf mit Familien-Adventsland am Dom bis zum 29. Dezember sowie bis zum 30. Dezember im Adventsdorf am Schillerplatz. Beide Christmas-Locations sind täglich von 11 bis 22.30 Uhr geöffnet. Weihnachtsbuden gibt es außerdem am anderen Ende der Innenstadt in der Bahnhofstraße.

Die Mainzer Hofsänger singen am 10.  Dezember im Wetzlarer Dom 

Weitere Advent-Highlights in Wetzlar sind das Open-Air-Kino auf dem Eisenmarkt, die weihnachtlichen „Erlebnis-STATT Führungen“ sowie die Tombola zugunsten der Lebenshilfe. Dazu gibt es jede Menge Livemusik an allen Ecken. Höhepunkt ist das Konzert der Mainzer Hofsänger am 16. Dezember im Dom. Das komplette Programm und alle Infos gibt es im Netz unter www.stadtmarketing-wetzlar.de. 

Wem dies alles ein bisschen zu viel Weihnachtsgedöns ist, wird nach 25 Kilometern auf der Autobahn Richtung Dortmund fündig. In Herborn erstrahlt der „Weihnachtspark“ im hellen Lichterglanz und lädt bis zum 30. Dezember täglich von 12 bis 22 Uhr zum gemütlichen Schlürfen ein – egal ob Glühwein, Kinderpunsch oder Kakao. 

In Marburg macht man hingegen großflächig mal so richtig einen auf „Dulce Jubilo“ und nennt sich völlig unbescheiden „Weihnachtsstadt“. Hier ist allerdings bereits am 23.  Dezember Schluss mit „Heitschi Bumbeidschi“. Bis dahin sind der Adventsmarkt auf dem historischen Marktplatz und der Weihnachtsmarkt an der Elisabethkirche täglich von 11 (sonntags ab 12) bis 20 Uhr geöffnet.  

Höhepunkte des Rahmenprogramms sind das Marburger Weihnachtssingen am 10. Dezember im Football-Stadion sowie die synthetische Schlittschuhbahn im Eispalast ab dem 2. Dezember. Alles, was Marburg im Advent zu bieten hat, ist in einer digitalen Broschüre auf www.marburg.de/weihnachten zusammengefasst.  

Weitere überregional beliebte Weihnachtsmärkte gibt es unter anderem an diesem 1. Adventswochenende in Bad Laasphe, am 2. Adventswochenende in Braunfels und Aßlar sowie am 3. und 4. Adventswochenende in Weilburg

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