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„Tag der Experimentellen Archäologie

Einblicke für Interessierte im Lorscher Freilichtlabor Lauresham am 7. Mai bei freiem Eintritt

von Redaktion

Vorhang auf für die Theatertage

Das Grubenhausprojekt versucht, das Aussehen frühmittelalterlicher Häuser möglichst genau zu rekonstruieren. Foto: Michael C. Thumm

Das Experimentalarchäologische Freilichtlabor Lauresham im Unesco Welterbe Kloster Lorsch steuert auf den Höhepunkt des Jahres zu. Am Sonntag, 7. Mai, stellen der Leiter von Lauresham Claus Kropp und sein Team am „Tag der Experimentellen Archäologie“ Themen des frühen Mittelalters zum Zuschauen und Mitmachen vor und bieten mit Vorträgen ein öffentliches Forum für die Wissenschaft. „Wir lassen unsere Gäste an diesem Tag den Forschern über die Schultern schauen und möchten einen lebendigen Eindruck von der Summe unserer Arbeit vermitteln“, charakterisiert Kropp das Programm. Eingeladen sind alle Interessierten, Familien ebenso wie Fachpublikum. Der Besuch ist kostenfrei; für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Auf dem begehbaren, 4,1 Hektar großen, idealtypischen 1:1-Modell eines Zentralhofes des 8./9. Jahrhunderts mit Häusern, landwirtschaftlichen Flächen und Nutztieren erhalten Gäste von 10 bis 17 Uhr beim Vorführen und durch Beteiligung an Live-Experimenten nicht nur konkrete Anschauungen zum Leben im Mittelalter. Sie gewinnen auch Eindrücke von der Vielzahl der Projekte, die Lauresham betreibt und wissenschaftlich auswertet. 

Dazu zählen die Erforschung mittelalterlicher Eisenverhüttung (mit Live-Ausgrabung) genauso wie die Kultivierung sogenannter Wölbäcker in karolingischer Zeit. Viele der Unternehmungen tragen die Siegel von Naturschutz und Nachhaltigkeit, behandeln also Themen, die für Gegenwart und Zukunft Relevanz haben können: So kooperiert Lauresham mit zahlreichen Partnern unter anderem bei dem Vorhaben „A Year On The Field“ (Ein Jahr auf dem Feld), das die Bedingungen nachhaltiger Lebensmittel- und Textilproduktion untersucht. In einem Projekt mit dem Julius-Kühn-Institut (Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen) geht es wiederum um die Nützlingsförderung auf Ackerflächen zum Zwecke des biologischen Pflanzenschutzes. 

Wissenschaftlicher Austausch 

Neben praktischen Vorführungen bietet der „Tag der Experimentellen Archäologie“ auch Fachvorträge in deutscher und englischer Sprache von Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland. Diese zeigen, dass das Freilichtlabor Lauresham, bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, in vielen Bereichen der Experimentellen Archäologie mit Institutionen aus der ganzen Welt zusammenarbeitet und in internationale Netzwerke eingebunden ist. Ein Beispiel hierfür ist unter anderem das Wölbackerprojekt, welches unter Einsatz von Zugrindern diese alte Ackerform untersucht und daraus Folgerungen für umweltfreundliche und klimaschützende Wirtschaftsformen ableitet. Mit dem Auerrindprojekt, welches Beweidungsprojekte in ganz Deutschland initiiert hat, kooperiert das Freilichtlabor seit einem Jahr nun auch mit der Universität Dublin und dem dortigen aDNA-Labor zusammen, um auch genetisch dem im 17. Jahrhundert ausgestorbenen Auerochsen auf die Spur zu kommen. Weitere Infos gibt es auf www.kloster-lorsch.de.

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