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Für professionelle Vernetzung   

Regionaltag lotet rheinhessische Kooperationen aus / Gemeinsames Marketing 

von Redaktion

Nochmal abrocken. Foto: Jehavo/AdobeStock

Die Weinregion Rheinhessen will in Sachen kultureller und touristischer Vermarktung professioneller werden. Foto: Dominik Ketz / Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH 

Gemeinsam Ideen sammeln, Erfahrungen austauschen, die Kräfte bündeln und im Sinne der Bürger und Bürgerinnen einsetzen: Diesen Willen zur effektiven Kooperation haben die politischen Führungsspitzen sowie weitere Vertreter der vier Gebietskörperschaften der Landkreise Mainz-Bingen und Alzey-Worms sowie der kreisfreien Städte Mainz und Worms bei der jüngsten Sitzung des Regionaltags Rheinhessen erneut unterstrichen. In etlichen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Themenfeldern will das Quartett näher zusammenrücken. Der jüngste Regionaltag, der diesmal unter dem Vorsitz von Heiko Sippel, Landrat von Alzey-Worms stattfand, hat dazu viele verschiedene Ansätze geliefert: Unter anderem wird das Vorhaben unterstützt, ein hauptamtlich regionales Kulturmanagement für die Region Rheinhessen mithilfe des Landesförderprogramms „Zukunft durch Kultur“ aufzubauen. Das Jubiläumsjahr 2016 habe gezeigt, welchen öffentlichkeitswirksamen Effekt eine professionelle Vernetzung der Angebote und Aktivitäten hat.

Volker Gallé, der frühere Kulturkoordinator der Stadt Worms und Initiator dieser Idee, stellte das vielfältige Aufgabenspektrum der neuen Stelle vor. Die Kulturmanagerin oder der Kulturmanager soll künftig unter anderem den Masterplan Netzwerk Kultur umsetzen und fortführen, eine Bestandsaufnahme vorhandener regionaler Kulturprojekte wie „Rheinhessen liest“ durchführen und Netzwerkprojekte im Bereich Festivals und Kleinkunstbühnen identifizieren, die bereits 2016 angestoßen, aber nicht umgesetzt wurden.  

Ebenso soll eine Kooperation mit dem regionalen Arbeitskreis des Museumsverbandes forciert sowie das vom Regionaltag angestoßene Kooperationsprojekt der Bibliotheken und Archive umgesetzt werden. Als zentrale Ansprechperson zu fungieren, wenn kulturelle Schätze von Erblassern zur Verfügung gestellt werden, wäre ebenfalls wünschenswert. Weitere Arbeitsfelder sind die Vernetzung von Musik- und Theaterprojekten auf Stadt- und Verbandsgemeinde-Ebene und die Vernetzung der Kulturvereine, die Beratung kommunaler Kulturabteilungen und der freien Szene im Förderbereich sowie die Kooperation mit anderen, auf regionaler Ebene tätigen Organisationen. Vorbereitet werden soll außerdem ein Konzept für weitere Jahresthemen, wie 175 Jahre Märzrevolution oder 500 Jahre Bauernkrieg im Jahre 2025. 

Über das Förderprogramm des Landes-Familienministeriums können Personalausgaben für eine solche Stelle bis zu 30.000 Euro und maximal 50 Prozent der anerkannten Kosten bezahlt werden. Die Kofinanzierung des Rests und die Übernahme der Sachkosten, soll anteilig durch die vier rheinhessischen Gebietskörperschaften erfolgen (jeweils etwa 10.000 Euro pro Jahr).  

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