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Nebelschwaden auf dem Rhein   

Ausstellung mit Fotografien von Sören Heim / Lesung zur Eröffnung 

von Redaktion

Nochmal abrocken. Foto: Jehavo/AdobeStock

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Bilder von Sören Heim gibt es zu den Öffnungszeiten am Lotsenmuseum. Foto: Sören Heim 

Ein Reiher, der still im blassrosa Morgennebel steht und nach Fischen Ausschau hält. Ein Frachtschiff, das durch eben solchen goldenen Nebel gleitet. Der Sonnenaufgang zwischen Rüdesheim und dem Rochusberg. Berg und Rochuskirche ragen wie eine Insel aus dem Nebel heraus. 

Zahlreiche solcher Nebelfotografien zeigt der Binger Schriftsteller Sören Heim ab 2. Mai in der Stadtbibliothek Bücherei³. „Als ich irgendwann im ersten Herbst der Corona-Pandemie zum ersten Mal vor einer solchen Nebelkulisse stand, konnte ich es kaum glauben“, berichtet Heim. „Der Rhein dampfte. Nicht nur ein bisschen. Der Nebel steigt in dicken Schwaden auf, vom Himmel hängen die Wolken herab. Nebel und Wolken vereinigen sich. Und mitten in diesem Nebelmeer ankert ein Schiff. Die Sonne geht auf. Und plötzlich wird alles golden. In der Folge habe ich mich dann entschlossen, immer wieder sehr früh aufzustehen, um bewusst zu den Zeiten den Rhein aufzusuchen, wenn am ehesten solcher Nebel zu erwarten ist.“

Zwischen Herbst 2020 und 2022 entstanden zahlreiche Nebelserien, auch im Frühjahr und im Sommer entstanden einige Aufnahmen. Anfangs vor allem entlang des Rheinufers, später auch Blicke vom Rochusberg auf die Rheinauen oder von der Elisenhöhe auf Bingerbrück. 

Verzauberte Landschaft 

Aufnahmen, die eine verzauberte Landschaft zeigen, die in allen Farben leuchtet, die sich binnen Minuten total verändern kann und die gar nicht so selten ist, wie man denken mag.
„Letztes Jahr zum Beispiel hatte ich zwölf Tage, die entsprechende Fotos erlaubt haben.“ Diese Anblicke möchte Heim mit allen teilen, die Interesse daran haben. 

Heim ist vor allem als Autor bekannt, hat mehrere Bände mit Lyrik und Kurzprosa verfasst und einige Literaturpreise gewonnen, darunter zuletzt 2020 den der Stiftung „Kultur im Landkreis“. Anfang dieses Jahres hat er den Lyrikband „Stimmen im Ödland – Elegien“ veröffentlicht. Aus dem Buch wird Heim während der Vernissage in der Stadtbibliothek zum ersten Mal vortragen. „Ich denke, die Texte passen gut zu den Nebelbildern, doch wird die Lesung Texte aus dem Band noch thematisch mit einigen expliziten Nebelgedichten mischen.“ Der Band selbst ist illustriert mit abstrakten schwarz-weiß Fotografien, die ebenfalls zur Ausstellung in der Stadtbibliothek zu sehen sein werden. Bei gutem Wetter findet die Lesung im Lesehof statt, bei Regen im Veranstaltungssaal der Bücherei. 

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Bilder bekommt man im Lotsenmuseum am Rheinufer, wo regelmäßig zu den Öffnungszeiten an der Außenwand eine Tafel mit acht Nebelbildern von Heim angebracht ist. 

Vernissage mit Lesung ist am Dienstag, 2. Mai, 18 Uhr, Bibliothek, Basilikastraße 6, Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter Telefon 06721-184644 oder per E-Mail an stadtbibliothek@bingen.de wird gebeten. Zu sehen sind die Bilder bis 2. Juli. 

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