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Werkzeug eines Winzers?  

Ein wohl römerzeitliches Rebmesser im Museum Alzey

von Redaktion

Nochmal abrocken. Foto: Jehavo/AdobeStock

Diese Rebmesser sind wahrscheinlich römischen Ursprungs. Foto: Museum Alzey

Rheinhessen und der Wein – das gehört für viele Menschen zusammen, wie Scheu und Rebe. Doch seit wann genau es den edlen Rebensaft im größten zusammenhängenden Weinanbaugebiet Deutschlands gibt, ist noch nicht zu einhundert Prozent geklärt. 
„Schunn immer“, werden bekennende Weinnasen im Brustton der Überzeugung sagen, „seit den Römern“ mit ebensolcher Überzeugung kulturhistorisch interessierte Weinfreunde. Und diese könnten damit durchaus richtig liegen.  

Wobei – es deuten so manche Indizien darauf hin, doch wirklich genau weiß man es tatsächlich nicht, ob und, wenn ja, wann die Römer mit dem Rebenanbau im Gebiet des heutigen Rheinhessens im Allgemeinen und rund um Alzey im Besonderen begonnen haben. Vor allem archäologische Quellen, legen die Vermutung nahe, dass man dem Wein in unserer Gegend nicht nur gerne zusprach, sondern ihn, ähnlich wie in der Pfalz oder an der Mosel, auch erzeugte.
Ein solches Indiz ist ein sogenanntes „Rebmesser“, wie es im Stadtgebiet von Alzey gefunden wurde. Dieses charakteristische Werkzeug, hat man in ähnlicher Form bis in die Neuzeit verwendet. Es besteht aus einer sichelförmig gebogenen Klinge mit beilartig verstärktem Rücken, sodass sowohl schneidende als auch schlagende Arbeiten damit ausgeführt werden konnten.

Da es sich bei den Rebmessern jedoch um sogenannte „Altfunde“ handelt, deren Grabungsdokumentationen, so vorhanden, heutigen Ansprüchen nicht genügen, ist man seitens der Wissenschaft sehr vorsichtig, was eine konkrete Zuweisung angeht. Denn das Messer könnte auch im Obstanbau verwendet worden sein. 

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