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Jubiläum auf dem Neroberg     

20. Wiesbadener Improsommer startet am 30. Juni in der Erlebnismulde    

von Redaktion

Nochmal abrocken. Foto: Jehavo/AdobeStock

Four Rooms“ spielt in einem fiktionalen Hotel. Hinter jeder Tür verbirgt sich ein Geheimnis.                                                                                                       Foto: stadtleben.de  

Seit 20 Jahren gehört der Improsommer zum Wiesbadener Kulturkalender. Von einem Geheimtipp mit nur wenigen Zuschauern hat er sich schnell zu einem Lieblingsort für viele Wiesbadener und Wiesbadenerinnen entwickelt und zieht Gäste aus der ganzen Republik an. Fünf Wochenenden, vom 30. Juni bis 29. Juli, werden jeden Freitag- und Samstagabend spontane Theatervorstellungen inszeniert. Dabei reicht die Bandbreite von einer Reihe kurzer Szenen zu abendfüllenden Geschichten, von musikalischen bis zu literarischen Formaten. Nur eines ist immer gleich: Zu Beginn des Abends weiß niemand, wie er enden wird. 2021 mit dem Kulturpreis der Stadt Wiesbaden ausgezeichnet und in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, zeigt der Improsommer, was es heißt, Open Air beste Unterhaltung für alle zu bieten: Bei Picknickatmosphäre unter freiem Himmel erleben die Zuschauenden spontanes Theater vom Feinsten. Die Improvisateurinnen und Improvisateure bringen Menschen zum Lachen und Staunen, berühren und stimmen manchmal auch nachdenklich. 

 

Ohne Netz und doppelten Boden, immer ausgehend von den Inspirationen des Publikums, entstehen Momente voller Zauber und Poesie, voller Energie und Leidenschaft. Besonders hervorzuheben sind in diesem Jahr die Gastspiele von 12 Meter Hase (Oldenburg) und Lee White (Berlin). Außerdem gibt es nach mehreren Jahren Pause wieder eine Kindershow (4. Juli). Zum Abschluss gibt es eine Galashow, auch diese improvisiert. Von Anfang an (mit einer kurzen Unterbrechung während der Pandemie) konnte jeder den Eintrittspreis selbst bestimmen. So wurde ein Kulturangebot geschaffen, dass sich jeder leisten kann. Es gibt eine Empfehlung von acht Euro pro Person und Abend, aber wer ein kleines Budget hat und weniger gibt, ist genauso willkommen, wie diejenigen, die etwas mehr geben. Der Improsommer finanziert sich zum weitaus größten Teil aus diesen Eintrittseinnahmen. Unterstützt durch langjährige Partner, wie die Naspa, die Tanzschule Weber, TLV Ritter oder HS Schmid. Obwohl der Neroberg ein beliebtes Ausflugsziel ist, ist die Erlebnismulde nicht viel genutzt, außer für diese fünf Wochenenden jedes Jahr, wenn eine Handvoll Künstlerinnen und Künstler mit einer Menge freiwilliger Helfer Theater schaffen. Dahinter steckt eine ganze Menge Logistik und Vorbereitung, denn weder Lagermöglichkeiten noch Toiletten für die über 1000 Zuschauer am Abend sind auf dem Neroberg vorhanden. So ist für Für Garderobe keine Haftung das ganze Jahr Improsommer und einmal im Jahr kommt das Publikum dazu und sorgt für unvergleichliche Momente. Spannend geht es am 30. Juni, 20 Uhr, los mit „Mordart – ein improvisierter Krimi“. Eine ruhige und beschauliche Nacht wird durch einen markerschütternden, grellen Aufschrei jäh in ihrer Idylle durchbrochen: Es gibt eine Leiche. Mitten auf der Bühne. Die Improvisateurinnen und Improvisateure ermitteln, aber das Publikum gibt die Richtung vor: Was lag da noch neben der Leiche und was sagt der toxikologische Bericht? Die Ideen lenken den Fall. Spannender als Tatort und Polizeiruf 110, denn hier ist man mittendrin. Am 29. Juli, 20 Uhr, treten wieder Spielerinnen und Spieler aus ganz Deutschland und darüber hinaus im freundschaftlichen Wettstreit gegeneinander an. Der „Champignon“ ist die Wiesbadener Meisterschaft im Improvisationstheater. Alle möchten gewinnen und kämpfen um die Gunst des Publikums. Talent, Technik, Humor, Musikalität werden in die Waagschale geworfen, wenn es darum geht als Champignon den Abend zu beenden. Weitere Informationen.   

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