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Riesenrad, rassige Rinder und Rabatz  

Vom 4. bis 8. Juli macht das Ochsenfest Wetzlar wieder zum Treffpunkt für alle Mittelhessen

von Redaktion

Nochmal abrocken. Foto: Jehavo/AdobeStock

Archivfoto: Pascal Reeber

Was haben die Ruhmeshalle in München, Klaviere von Carl Bechstein, Kartoffelchips und das Wetzlarer Ochsenfest gemeinsam? Sie alle gibt es seit 1853. Während sich jedoch an der bajuwarischen Immobilie, den Edel-Pianos und dem Knabberzeugs nicht viel geändert hat, ist das Ochsenfest von einst mit dem von heute nicht vergleichbar.

Erfolgsrezept heißt Vielfalt

Über die eineinhalb Jahrhunderte gerettet hat sich lediglich die Tierschau als Reminiszenz an die Ursprünge des Ochsenfestes als landwirtschaftliche Leistungsschau. Und natürlich die Anziehungskraft des inzwischen wohl größten Volksfestes Mittelhessens, das alle drei Jahre Zehntausende Menschen aus der Region und darüber hinaus auf den idyllischen Festplatz im Finsterloh lockt. Das Erfolgsrezept heißt Vielfalt. Davon können sich die Besucher von Donnerstag, dem 4., bis zum Montag, dem 8. Juli, einmal mehr überzeugen. Auf sie warten eine Verbraucherausstellung, ein Vergnügungspark und ein Festzelt mit Biergarten – alles im XXL-Format.

Außerdem hat ebenfalls an allen Tagen das Landwirtschaftliche Museum geöffnet. Dazu gibt es lecker Essen. Unter anderem gedämpfte Kartoffeln mit Quark, Handkäs´ mit Musik und natürlich Ochsenbraten. Gut möglich, dass sich dies bei der Ochsenfest-Premiere vor 171 Jahren auch der Unternehmer Moritz Hensoldt, SPD-Frontmann August Bebel und der Komponist Ludwig Erk schmecken ließen.

Speisen wie anno 1853: Dämpfkartoffeln, Handkäs´, und Ochsenbraten 

Und wieso sollte man sonst noch so das Ochsenfest besuchen? Vielleicht, um die prächtigsten Rinder und Pferde aus dem Umkreis zu bewundern. Die Tierschau findet am Ochsenfestfreitag ab 9.30 Uhr statt. Oder, um eine Runde mit dem Riesenrad zu drehen. Das ist aber nur eine von vielen Attraktionen auf dem Rummelplatz. Adrenalin-Alternativen sind die „Crazy Mouse“-Achterbahn und der Autoscooter. Oder, um ein kühles Bier bei zünftiger Blasmusik zu genießen. Tagsüber spielen im Festzelt heimische Kapellen. Oder, um mal wieder ordentlich abzufeiern.

Party-Soundtrack ab 20 Uhr

Jeweils ab 20 Uhr liefern chronologisch von Donnerstag bis Montag die „Dorfrocker“, die Band „Frontal“, die „Münchner Zwietracht“, die Schlagersängerin Alexandra Hofmann und You-FM-DJ Holger Gerlach den Party-Soundtrack. Oder, um sich über das Angebot von über 100 Dienstleistern, Händlern und Institutionen zu informieren. In den Messehallen sind unter anderem auch die Bundeswehr mit Karriereberatern, die Lebenshilfe mit Produkten aus ihren Werkstätten und Wetzlars Partnerstädte mit Infos über Avignon, Colchester, Ilmenau und Písek vertreten.  

Eintritt

Das Highlight des Ochsenfestes im wahrsten Wortsinne ist jedoch das Höhenfeuerwerk, mit dem die Fünf-Tage-Party traditionell beendet wird. Am Montag ab 22.30 Uhr knallt es am hell erleuchteten Wetzlarer Nachthimmel. Veranstaltet wird das Ochsenfest vom Landwirtschaftlichen Verein Lahn-Dill. Der Eintritt kostet fünf Euro für alle fünf Tage, wobei am Familiensonntag kein Eintritt verlangt wird. Fürs Parken direkt am Gelände sind drei Euro fällig. Weitere Informationen gibt es im Netz unter www.ochsenfest-wetzlar.de. 

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