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Großer Markt für Hobbygärtner   

Pflanzen, Handwerk und Backtag im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum   

von Redaktion

Nochmal abrocken. Foto: Jehavo/AdobeStock

Farbenfroh präsentieren sich die Stände vor den historischen Gebäuden. Foto: Rheinland-Pfälzisches Freilichtmuseum 

Das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum veranstaltet am 1. und 2. April seinen Pflanzenmarkt in Kooperation mit Thomas Södler vom Gartenbauverband. An beiden Tagen präsentieren rund 30 Profi-Aussteller von jeweils 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr) ein breit gefächertes Angebot an Blumen, Kräutern, Stauden, Gemüsejungpflanzen, Gehölzen, Zier- und Nutzpflanzen sowie viele andere schöne Dinge für jeden Garten.  

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt bei Pflanzen aus torffreier Produktion mit hoher Resistenz gegenüber Trockenheit. Auch insektenfreundliche und pflegeleichte Sortimente sowie Saatgut von neuen und alten Sorten stehen im Mittelpunkt. Das Angebot von besonders robusten und schmackhaften Obstgehölzen – Mirabellen, Pfirsiche, Kirschen, Äpfel, Birnen, Pflaumen und Beerenobst – zum Einpflanzen in den eigenen Garten ist ebenfalls groß.

Die Pflanzen werden in der Regel direkt von Züchtern persönlich angeboten. Sie stehen im Freilichtmuseum daher gerne bei Fragen zur richtigen Pflanzung und Pflege bereit und geben Tipps zu allen Themen rund um den Garten. 

Pflanzendoktor vor Ort 

Wer kränkelnde Pflanzen zu Hause oder in seinem Garten hat, kann vor Ort mit dem Pflanzendoktor sprechen. Der auch von Landes- und Bundesgartenschauen bekannte Experte Klaus Schneider diagnostiziert Krankheiten und Schädlinge in seiner kostenlosen Sprechstunde. Dazu sollten die Besucher ein Blatt oder einen Zweig der kranken Pflanze mitbringen – das erleichtert die Diagnose. 

Auch in diesem Jahr bietet Veranstaltungsleiter Thomas Södler mit seinem motivierten Team einen Transportservice an. Junggärtner bringen die Einkäufe kostenlos zu einer zentralen Abholstelle. Dort können die Marktbesucher ihre gekauften Pflanzen und Gartenobjekte bequem ins Auto verladen, ohne sie über den ganzen Markt tragen zu müssen.

Backtag 

Am Sonntag, 2. April, findet zusätzlich der Backtag statt, bei dem frisches Brot, Brötchen und Kuchen angeboten werden. Der Museumsbäcker Manfred Faber verkauft die Backwaren nur am Sonntag und solange der Vorrat reicht vor dem Backhaus Hasselbach. 

In der Museumssaison werden an jedem ersten Sonntag des Monats historische Handwerke lebendig. Am Sonntag, 2. April, starten der Museumsdrechsler Wolfgang Eisenbrandt und der Museumsschmied Volker Priewe mit den Vorstellungen alter Handwerkskünste in der Baugruppe Hunsrück-Nahe im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum.  

In der Scheune Daubach können die Museumsgäste sehen, wie sich langsam eine Form aus dem sich drehenden Holzscheit herausschält. Geschickt verwandelt Wolfgang Eisenbrand einfache Holzstücke in Schalen und andere nützliche Gegenstände. Am Schmiedefeuer der historischen Schmiede aus Alterkülz gibt Volker Priewe Einblicke in die Schmiedekunst und berichtet über die Arbeiten eines Dorfschmiedes. 
Noch vor 80 Jahren war der Schmied in jedem Dorf anzutreffen. Er erledigte die vielfältigen Metallarbeiten, schärfte Arbeitsgeräte wie Äxte, beschlug Kühe mit Klaueneisen oder stellte Nägel oder auch Scharniere her.  

Das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum in Bad Sobernheim wurde in den 1970er-Jahren gegründet und ist das zentrale Freilichtmuseum für Rheinland-Pfalz. Aus allen Landesteilen wurden bisher rund 40 historische Gebäude in das circa 35 Hektar große Gelände umgesetzt. Sie vermitteln Wissen über den Alltag der ländlichen Bevölkerung vom ausgehenden Mittelalter bis in die neuere Geschichte. Viele Mitmachstationen laden zum Ausprobieren und Entdecken ein. Veranstaltungen und Aktionstage sowie Formate wie der „Escape Room“ und „Living History“ bieten ein Programm für alle Altersgruppen. 

Das Gelände verbindet historische und ökologische Bildung mit Naherholung und Spielmöglichkeiten. Es bestehen enge Kooperationen mit Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen. 

Der Eintritt …
kostet pro Tag sieben Euro, Kinder bis 18 Jahre sind kostenfrei. Hunde dürfen an der Leine kostenfrei mit ins Museum. Kartenzahlung ist nur an der Hauptkasse möglich.

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