VRM Wochenblätter

08. Apr 2022 | Gesellschaft

Die Freiheit auf vier Rädern gab es 1950 für 5000 Mark

Eine Million VW in zehn Jahren: Nach dem 2. Weltkrieg erlebte die Automobilität in Deutschland einen gewaltigen Aufschwung

von Christian Reiche

In Deutschland haben rein statistisch gesehen fast so viele ein Auto wie eine Coronaschutzimpfung. Den vom Robert-Koch-Institut gezählten 63 Millionen vollständigen Impfungen stehen laut Kraftfahrtbundesamt knapp 60 Millionen zugelassene Kraftfahrzeuge gegenüber. Knapp 50 Millionen davon sind Pkw. Demnach besitzen mehr als zwei von drei Erwachsenen ein Auto.

Produktionshalle 3 der Volkswagenwerk GmbH in Wolfsburg während der 1950er Jahre.  Foto: Volkswagen AG

Das war nicht immer so. Für die Allermeisten ging es noch vor 70 Jahren zu Fuß, mit dem Fuhrwerk oder bestenfalls mit der Eisenbahn zur Arbeit, in die Ferien oder zum Markt in die Stadt. Automobile waren der höheren Gesellschaftsschicht vorbehalten. In den 1930er-Jahren waren zwischen Berlin, Aachen, Hamburg und München gerade einmal eine halbe Million Pkw unterwegs. Meist gesteuert von Industriellen, Adeligen, Großgrundbesitzern, Landärzten und natürlich dem Militär.

Zwanzig Jahre später – in der Wirtschaftswunderzeit – erlebte die Automobilindustrie einen gewaltigen Aufschwung. Von 1945 bis 1955 wurden alleine bei Volkswagen in Wolfsburg eine Million Fahrzeuge produziert. Das Bekannteste: der Käfer – offiziell VW Typ 1. Grundpreis 1950: 5000 Mark. Das war zu dieser Zeit immer noch eine ganze Stange Geld. Deutlich mehr als ein durchschnittliches Jahresgehalt. Trotzdem ließ sich der Triumphzug „des Deutschen liebsten Kindes“ nicht mehr aufhalten.

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