VRM Wochenblätter

Ein halbes Jahrhundert Folk  

50. Eurofolk-Festival vom 16. bis 19. Juni mit Musik rund um den Globus 

von Redaktion

Das Eurofol-Festival feiert Jubiläum. Foto: Thomas Schmidt

Die 50-jährige Tradition des Eurofolk-Festivals und der Blick in die Zukunft sollen sich im Programm des Festivals zum 50-jährigen Jubiläum widerspiegeln. Das startet am Donnerstag, 16. Juni, rund um die Burgkirche. Dafür stehe beispielsweise die schottische Band Talisk, erklärt Carsten Jens, Vorstandsmitglied im organisierenden Folkverein. „Schottischer und irischer Folk haben bei uns eine lange Tradition, waren eigentlich von Anfang an mit dabei.“ Talisk greifen diese Tradition auf, modernisieren sie aber auch. Ebenfalls untrennbar mit der Tradition des Eurofolk-Festivals verbunden ist der politische Liedermacher Klaus der Geiger, seit Jahrzehnten immer mal wieder Gast auf dem „Folk“. Und auch Ray Austin, der gemeinsam mit Chris Weller und Johannes Epremian am Sonntag auf der Burgbühne spielt, musizierte schon mehrfach vor dem Ingelheimer Publikum. La Fanfarria del Capitan aus Argentinien sind dagegen eine Formation, die noch nie auf dem Folk-Festival gespielt haben. 

„Ich glaube, wir hatten sogar noch gar keine Gruppe aus Argentinien zu Gast“ sagt Jens. „Ich freue mich schon sehr darauf.“ Des Weiteren mit dabei sind El Pony Pisador, Dikanda, Different Paul, Lost and Found, Daniel Stelter & Lulo Reinhardt und Legiana Collective. 

Doch das „Folk“ ist natürlich mehr als Musik. Ein integraler Bestandteil sind die Übernachtungen auf dem Festivalgelände. Jahr für Jahr entsteht hier eine Zeltstadt. Morgens wacht man auf, wo man abends noch gefeiert hat. 

Köstlichkeiten aus zahlreichen Ländern laden zum Probieren ein, an Ständen gibt es allerlei bunte Bekleidungsstücke und noch vieles mehr zu erstehen. Das viertägige Festival hat immer etwas von einem kleinen Urlaub in einer anderen Welt. Und auch das Programm geht über die Musik hinaus.  

Filmabend am Mittwoch 

Auf zwei offenen Bühne am Freitag und Samstag können Gäste ihr eigenes Folk gestalten. Gedichte, Tanz, Singing-Songwriting, und was auch immer noch möglich ist, ist erlaubt. Am Sonntag bringt die Junge Bühne Mainz ihr Theaterstück mit „Alice im Wunderland“ auf die Bühne. 

Bereits am Mittwochabend um 21.30 Uhr zeigt der Folkverein gemeinsam mit den Filmfreunden Ingelheim den Film „The last Waltz“, der sich um das Abschiedskonzert von „The Band“ 1978 dreht. Workshops, Kinderprogramm und natürlich auch historische Führungen runden das Festival ab. Zu Letzteren erklärt Jens: „Unsere Gäste sind tatsächlich immer sehr interessiert an der Geschichte des Festivalgeländes.“ Das Jubiläumsfestival ist das erste reguläre „Folk“ seit drei Jahren. 2020 hatte der Verein ein Online-Festival auf die Beine gestellt und Bands unterstützt, die in diesem Jahr wenig Möglichkeiten hatten auf Bühnen zu stehen. Im vergangenen Jahr hatte das Festival reduziert auf dem Festplatz stattgefunden. Unglaublich glücklich sei man im Verein, dass das Jubiläum regulär stattfinden kann, sagt Jens. „Besonders der Winter 2020/21 war schon eine sehr düstere Zeit, da hatten wir Sorgen, auch 2021 überhaupt kein Festival veranstalten zu können.“ 

Am Ende aber sei der Verein gestärkt aus der Pandemie gegangen. Auch wenn man viel diskutiert habe, die intensive Basisdemokratie habe schließlich für Zusammenhalt gesorgt. Und: „Gleich sechs neue Mitglieder konnten wir im vergangenen Jahr begrüßen“, so Jens. Auch das ein Grund zur Freude für das 50-jährige Festival. Denn natürlich soll das „Folk“ noch viele Jahre in Ingelheim stattfinden. 

Tickets gibt es hier und an der Abendkasse. 

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