VRM Wochenblätter

Graupner, Händel, Schütz

Bekannte Namen beim „Festlichen Weihnachtskonzert“ des Konzertchors Darmstadt

von Redaktion

Nochmal abrocken. Foto: Jehavo/AdobeStock

Diese Aufnahme in der Pauluskirche entstand beim „Festlichen Weihnachtskonzert“ des Jahres 2019. Foto: Gudrun Euler

Zu seinem traditionellen „Festlichen Weihnachtskonzert“ lädt der Konzertchor Darmstadt für den zweiten Weihnachtstag, Montag, 26. Dezember, ab 17 Uhr in die Pauluskirche ein.
Begleitet von Solisten und der Darmstädter Hofkapelle unter der Gesamtleitung von Wolfgang Seeliger erklingen Werke von Händel, Christoph Graupner und Heinrich Schütz. Mit Heinrich Schütz’ „Weihnachtshistorie SWV 463“ lässt der Konzertchor das Schütz-Jahr ausklingen, mit dem der 350. Todestag dieses wohl größten deutschen Musikers vor Bach und Händel begangen wird. Die 1664 komponierte Weihnachtshistorie verarbeitet die biblischen Texte zur Geburt Jesu. Es ist eines der prächtigsten und farbenreichsten Werke von Schütz und fasziniert vor allem durch die Klangfarbenregie.

Den Figuren und Szenen werden bestimmte Instrumente zugeordnet: So wird der Engelsgesang von Geigen begleitet, die Hirtenszene von Blockflöten, Posaunen sind als Sinnbild kirchlicher Instrumente den Priestern und Schriftgelehrten zugeordnet und Herodes wird mit den königlichen Trompeten bzw. Zinken vorgestellt. Die eindrucksvolle Vertonung sowie die unterschiedlichen Besetzungen und Instrumentierungen der einzelnen Sätze lassen die 35-minütige Komposition zu einem abwechslungsreichen Hörerlebnis werden.

Von Georg Friedrich Händel steht „Dixit Dominus“ in der Fassung für Chor und Streicher auf dem Programm. Händel komponierte diese Vertonung des Psalms 110 im Alter von 21 Jahren vermutlich in Venedig und Rom. Es ist das früheste noch erhaltene geistliche Werk des Komponisten. Die groß besetzte Psalmvertonung gilt als eine der bedeutendsten kirchenmusikalischen Kompositionen des jungen Händel.

Der Beginn des Konzertes gehört Christoph Graupners „Adventskantate“. Der in Kirchberg bei Zwickau geborene Komponist war von 1709 bis zu seinem Tod im Jahr 1760 Hofkapellmeister bei Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt. Für diese Darmstädter Position lehnte er seine Berufung als Thomaskantor in Leipzig ab, die dann Johann Sebastian Bach antreten konnte. Graupners fast vollständig erhaltenes Werk befindet sich zum größten Teil in der Darmstädter Universitäts- und Landesbibliothek. Sein musikalisches Vermächtnis umfasst circa 2000 Werke, hauptsächlich kirchliche Kantaten.

Wer am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertags, etwa durch weihnachtliche Verwandtenbesuche, verhindert ist, kann das Konzert am Samstag, 17. Dezember, 19.30 Uhr, in der Stadtkirche von Babenhausen besuchen.

Karten

Karten gibt es in allen bekannten VVK-Stellen; über www.konzertchor-darmstadt.de und www.ADTicket.de sowie unter 06151-20400. Das Büro des Konzertchors in der Mauerstraße 17 ist von Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr, geöffnet. www.konzertchor-darmstadt.de

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