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Im Finsterloh dreht sich alles um den Apfel

Am 8. Oktober feiert der fast schon legendäre Wetzlarer Apfelmarkt nach drei Jahren Pause Comeback

von Redaktion

Foto: K.- P. Adler – stock.adobe.com 

„An apple a day keeps the doctor away“, pflegt der Engländer zu sagen. Frei übersetzt heißt das: Wer regelmäßig in den Apfel beißt, wird nicht krank. Bei Schneewittchen hat das zwar nicht so gut funktioniert, aber da hatte ja die böse Stiefmutter ihre Giftfinger im Spiel.  

Nicht nur in Sprichwörtern und Märchen hat der Deutschen liebstes Obst Einzug gehalten. Man findet es quasi überall. Im Kuchen auf der Kaffeetafel, im Bembel auf dem Kneipentresen, bei Jung und Alt in der Frühstücksdose – und am nächsten Wochenende in seiner ganzen Vielfalt im Wetzlarer Finsterloh. Dort wird am Sonntag, dem 8. Oktober, das Comeback des fast schon legendären Apfelmarktes gefeiert.  

Über 30 Jahre lang wurde der Markt vom Wetzlarer Naturschutzzentrum in der Friedensstraße ausgerichtet. Die Institution gibt es nicht mehr.

Dafür aber den Landwirtschaftlichen Verein Lahn-Dill. Der hat als Veranstalter des Ochsenfestes jede Menge Erfahrung mit Menschenmassen und reichlich Platz rund um sein Domizil im Finsterloh. Warum also nicht den Apfelmarkt an Wetzlars Peripherie holen? Schließlich erwies sich das Event in Vor-Corona-Zeiten immer als wahrer Besuchermagnet. Äpfel in allen Variationen, vor den Augen der Kunden frisch gepresster Apfelsaft, natürliche Handarbeiten und jede Menge Infos zum Thema Naturschutz – das kam gut an. Auch bei den Standbetreibern. 70 von ihnen haben sich für den neuen Apfelmarkt angesagt.  

Mahlzeit: Dampfkartoffeln, Apfelsaft und Wildgulasch 

Das freut auch die Stadtväter. „Der Apfelmarkt hat in Wetzlar eine lange Tradition. Er erfreute sich über Wetzlar hinaus einer großen Beliebtheit“, sagt Andreas Viertelhausen, Bürgermeister und Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Vereins. „Es wäre sehr schade gewesen, wenn er nach der Coronapause keine Fortführung gefunden hätte.“ 

Hat er aber nun. Von 10 bis 18 Uhr sind die Stände auf dem Festplatz geöffnet. Rund um die Museumsscheune finden sich neben Apfeligem auch Genähtes, Feinkost, Herbstdeko und Konfitüren. Ein kulinarisches Highlight für Nicht-Veggies sind das Wildgulasch und die Wildbratwurst vom Jagdverein. Überhaupt: An Essen und Trinken mangelt es sicher nicht. Unter anderem wird die vom Ochsenfest bestens bekannte Kartoffeldämpfmaschine angeworfen. Ansonsten sorgen die Serviceclubs und verschiedene Schulen für abwechslungsreiche Kost für nahezu jeden Geschmack.
Einen Besuch wert ist auf jeden Fall das landwirtschaftliche Museum. Hier erinnern große und kleine Ausstellungsstücke mit und ohne Motor an die „gute, alte Zeit“. 

Mit Infoständen vor Ort vertreten sind unter anderem die Kreis-Imkervereinigung, der hessische Verband für Obstbau, Garten und Landschaftspflege und das städtische Umweltamt. 

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