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Letzter Glühwein ohne „Kling, Glöckchen 

Bevor es in Mittelhessen weihnachtlich wird, finden die Martinimärkte in Herborn und Weilmünster statt 

von Redaktion

Archivfoto: Frank Rademacher 

Ende des Monats beginnen die Weihnachtsmärkte. Am nächsten Wochenende ist aber noch einmal Gelegenheit, einen Glühwein ohne „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ im Ohr zu pitschen. Herborn und Weilmünster laden zu ihren Martinimärkten ein.  

Herborner Martinimarkt

Der deutlich größere der beiden Märkte, wird am Sonntag (12. November) zwischen 12 und 18 Uhr sowie am Montag (13. November) von 8 bis 18 Uhr im Zentrum der Bärenstadt abgehalten. Mit über 100 Ständen gehört der Herborner Martinimarkt zu den größten Herbstmärkten der Region. Und zu den Traditionsreichsten. Schon über 100 Jahre bevor Graf Johann VI. von Nassau-Dillenburg 1584 die Hohe Schule gründete, wurde hier rund um den Martinstag (11. November) mit Kochlöffeln, Wollmützen und Mettwurst gehandelt. Das alles gibt es auch heute noch. Zudem Handyladekabel, Zuckerwatte, LED-Kerzen und vieles mehr. 

Klar, dass auch die Einzelhändler am Sonntag ihre Geschäfte öffnen. In Sachen Entertainment ist Herborn ebenfalls top. Auf dem Festplatz verspricht ein großer Rummel mit zahlreichen Fahrgeschäften und Buden vergnügliche Stunden. Hier geht es bereits ab Freitag (10. November) hoch her und rund. Tipp für Sparfüchse: Am Familienmontag gelten für Kettenkarussell, Breakdance und Co. ermäßigte Fahrpreise. Glitzernder und knallender Höhepunkt des Herborner Martinimarktes ist das Feuerwerk am Sonntag ab 19 Uhr.  

Rummel in Herborn und Flohmarkt in Weilmünster 

Deutlich gemütlicher und beschaulicher geht es auf dem Martinimarkt in Weilmünster zu. Das Markttreiben im Marktflecken beschränkt sich auf den Sonntag. Aber auch hier säumen zahlreiche Stände die Straßen und die Geschäfte sind verkaufsoffen. Eine Besonderheit ist der Flohmarkt, der von 10 bis 16 Uhr auf dem Rewe-Parkplatz zur Schnäppchenjagd einlädt. Der Martinimarkt selbst wird um 11 Uhr mit dem Fassbieranstich im Bürgerhaus offiziell eröffnet. In Weilmünsters „Gud Stubb“ gibt es neben kühlen Schoppen auch Informationen über das Angebot der hiesigen Unternehmen und eine Ausstellung mit Werken heimischer Hobbykünstler. 

Namensgeber Heiliger Martin

Benannt sind die Martinimärkte nach dem Heiligen Martin – reitender Frontmann der vor allem bei Kindergartenkindern und ihren Eltern beliebten Sankt-Martin-Umzügen, die ebenfalls um den 11. November herum stattfinden. Nach dem Nikolaus belegt der im 4. Jahrhundert als Bischof im französischen Tours wirkende Martinus hierzulande den zweiten Platz im Volksheiligen-Ranking. Zwar gibt es hier keine Geschenke, dafür aber eine stimmungsvolle Zeremonie in Form eines Abendspaziergangs mit Laternen, fröhlichem Gesang, frischen Brezeln, Heißgetränken und meist auch einem Lagerfeuer – quasi als kleiner Vorgeschmack auf die anstehenden Weihnachtsmärkte.

Kaum zwei Wochen nachdem die letzten Laternen erloschen sind, wird mancherorts nämlich schon die Weihnachtsbeleuchtung angeknipst. Den Anfang machen die Limburger. Der Christnikelsmarkt öffnet bereits am 24. November. Die anderen warten bis nach dem Totensonntag. In Gießen öffnen die Glühweintränken am 27. November, in Wetzlar am 28. November und in Marburg am 1. Dezember. 

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