VRM Wochenblätter
Schauspiel „Der Wal“ in Langen
Bühnenadaption mit Torsten Münchow am 13. Dezember in der Neuen Stadthalle zu sehen
von Redaktion
Der Schauspieler Torsten Münchow („Großstadtrevier“) ist die deutsche Synchronstimme von Brendan Fraser. Foto: Andreas Baethe
Eine ganz große Filmadaption gibt es am Freitag, 13. Dezember, 20 Uhr, in der Neuen Stadthalle Langen zu erleben: „Der Wal – The Whale“, das Leinwandereignis 2022 mit dem unfassbaren Hauptdarsteller Brandon Fraser. In Langen ist es vor allem Torsten Münchow, der in der Hauptrolle das Stück prägt und die Zuschauer durch eine Achterbahn an Gefühlen führen wird. Torsten Münchow ist übrigens Brendan Frasers Synchronstimme im Film „The Whale“.
Handlung
Charlie ist ein krankhaft fettleibiger und zurückgezogen lebender Englischlehrer. Er liegt auf der Couch in Nord-Idaho, gibt Online-Schreibkurse, hält aber seine Webcam ausgeschaltet, um sein Aussehen zu verbergen. Vor einigen Jahren bekannte er sich zu seiner Homosexualität und ließ für seinen Lover seine Ex-Frau und seine Teenager-Tochter im Stich. Als der Lover starb, begann sein großer Hunger, und jetzt bringt er 300 Kilo auf die Waage.
Seine einzige Freundin, Liz, ist Krankenpflegerin und kümmert sich um ihn und sein gebeuteltes Herz. Ab und an schaut Thomas, ein Missionar der New Life Church, vorbei und ab und an bringt der Pizzalieferant eine Pizza vorbei. Charlies Tochter heißt Ellie, und er hat sie seit acht Jahren schon nicht mehr gesehen. Er sehnt sich nach ihr und bietet ihr die 120000 Dollar auf seinem Bankkonto an, wenn sie ohne das Wissen ihrer Mutter einige Zeit mit ihm verbringt. Ellie willigt ein, als er ihr hilft, einen Schulaufsatz umzuschreiben.
Komplexe Charaktere
Erst am emotional überwältigenden Schluss erfährt das Publikum, warum ein Aufsatz über Herman Melvilles Literaturklassiker „Moby Dick“ sich als wichtiger roter Faden durch die herzzerreißende Geschichte des Online-Englischlehrers für argumentatives Schreiben zieht. Dass das hochgelobte, schmerzlich berührende, ebenso aufwühlende wie humorvolle Stück „Der Wal“ noch lange nach der Vorstellung für viel Gesprächsstoff sorgen wird, liegt vor allem an dem ungewöhnlichen Blick des Dramatikers Samuel D. Hunter auf seine Figuren und an seinem Talent, komplexe Charaktere zu erschaffen.
Existenzielle Abwärtsspirale
Wie Puzzleteile verbindet sich Charlies gegenwärtiger Zustand mit den zerbrochenen Beziehungen, die sein Leben schicksalhaft mitbestimmt haben, und eben zu seiner Tochter, die er davor bewahren will, durch Verluste, Verachtung und Frustration in eine existenzielle Abwärtsspirale zu geraten und dadurch in ihrer Gefühlswelt so eingesperrt zu werden, wie er in seinem Körper. Samuel D. Hunter schreibt dazu: Er versucht, ihr beizubringen, wie man einen guten Aufsatz schreibt. Aber indem er ihr beibringt, wie man einen guten Aufsatz schreibt, versucht er ihr beizubringen, wie man unabhängig denkt und wie man mit anderen Menschen umgeht. Letztendlich bringt er ihr bei, Empathie zu haben.
Schauspieler, Regisseur und „Kultur-Brückenbauer“
Torsten Münchow ist Schau- und Stimmspieler sowie Regisseur und „Kultur-Brückenbauer“ zwischen Polen und Deutschland. Der Mann spielte an den Theatern in München, Hamburg, Berlin, Wien und Danzig, stand für Kino- und TV-Filme vor der Kamera („Keep On Running“, „Superbrain“, „Die Liebe Deines Lebens“) sowie für zahlreiche Fernsehserien („Tatort“, „Soko“, „Der Alte“, „Derrick“, „Ein Schloss am Wörthersee“, „Lindenstraße“). Seit 2020 gehört er mit der Rolle des Helmut Husmann zum Hauptcast der Kultserie „Großstadtrevier“. Mehr zum Schauspieler ist auf www.torstenmuenchow.com zu finden.
Tickets
Eintrittskarten gibt es unter anderem im Hallenbad Langen, Südliche Ringstraße 75, Telefon 06103–203455, sowie an allen bundesweit bekannten Vorverkaufsstellen von „AD Ticket“ (www.adticket.de, Tickethotline 0180–6050400). Die Abendkasse öffnet am Veranstaltungstag ab 19 Uhr. Weitere Infos gibt es unter Telefon 06103–203431 sowie auf der Internetseite www.neue-stadthalle-langen.de.
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