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Eine wasserdichte Sache  

Römischer Firnisspruchbecher aus Alzeyer Gräberfeld 

von Redaktion

Nochmal abrocken. Foto: Jehavo/AdobeStock

Seit dem dritten Jahrhundert erhielten die Becher weiße Verzierungen und Sprüche. Die hier verwendete Buchstabenkombination „DAMI“ lässt sich jedoch nicht sinnvoll auflösen. Foto: Museum Alzey

Archäologische Ausgrabungen verraten nicht zuletzt viel über den Alltag und die Gewohnheiten von Menschen, die in längst vergangenen Zeiten lebten. So verhält es sich auch bei dem sogenannten Firnisspruchbecher, der im römischen Gräberfeld im Bereich Rodensteiner Straße/Nibelungenstraße in Grab 8 gefunden wurde.  

Firnisbecher entstanden aus der Notwendigkeit heraus, die Trinkgefäße dicht zu bekommen. Denn roh gebrannter Ton nimmt Flüssigkeit auf, was man sich heutzutage gerne bei Weinkühlern oder sogenannten „Römertöpfen“ zunutze macht. Bei den Firnisbechern führt der Name in die Irre, entstand die Beschichtung doch nicht durch bemalen, sondern durch eine besondere Brenntechnik. Das hierfür verwendete Beschichtungsmaterial sorgte dann für einen meist schwarzen Überzug, der in seiner qualitätvollsten Ausführung einen tiefschwarzen, metallisch glänzenden Farbton annahm. 

Die dünnwandigen Becher, deren Form sich mit der Zeit von eher gedrungenen hin zu hohen, schlanken Gefäßen veränderte, verdrängten mit der Ankunft der Römer die hierzulande gebräuchliche Form. Das Alzeyer Exemplar stammt wohl aus der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts.

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