VRM Wochenblätter
„Der Glanz des Belcanto“
„Italienische Nacht“ am 6. Juli im Theater Rüsselsheim mit Werken von Verdi und Rossini
von Redaktion
Gern gesehen in Rüsselsheim: Manami Okazaki. Foto: Jakub Kavin
Es ist bemerkenswertes Jubiläum, das am 6. Juli im Theater Rüsselsheim ansteht. Vor 30 Jahren, im Sommer 1994, wurde zum ersten Mal die „Italienische Nacht“ veranstaltet, ein Opernformat, das sich ganz dem Melodienschatz der berühmtesten italienischen Komponisten widmet. Es ist in dieser schnelllebigen Zeit erstaunlich, wenn eine Kulturveranstaltung unverändert und mit ungebrochen großem Publikumszuspruch seinen 30. Geburtstag feiern darf.
Facettenreiches Programm
Die „Italienische Nacht“ gehört zu den erfolgreichsten Konzertreihen des Rhein-Main–Gebietes. Ihre Rezeptur ist über drei Jahrzehnte hinweg gleich geblieben: Ein facettenreiches Programm voller virtuoser Arien, Duette und Ensembles aus dem reichen Melodienschatz der italienischen Oper, ein solides orchestrales Fundament, hervorragende internationale Gesangssolisten und eine kenntnisreiche, amüsante Moderation, die noch immer in den Händen des Initiators der Reihe liegt, des Rüsselsheimer Musikfachmanns und ehemaligen Operntenors Rainer Zagovec.
Leicht und unbeschwert
Nach dem hochdramatischen, mitunter gar düster-leidenschaftlichen Programm, welches das Publikum im vergangenen Jahr in die Epoche des Verismo entführte, werden diesmal wieder leichtere und unbeschwerte Klänge zu hören sein. Es geht zurück in die Hochphase des klassischen Belcanto, des „schönen Gesangs“, wobei der erste Teil des Abends Gioachino Rossini (1792–1868), der zweite dem vielleicht bedeutendsten italienischen Komponisten überhaupt, Giuseppe Verdi (1813–1901), gewidmet sein wird. Musikalische Leckerbissen aus dem berühmten „Barbier von Sevilla“, aber auch aus der Oper „L’Italiana in Algeri“ werden den Rossini-Teil bestimmen. Verdi wird unter anderem mit Ausschnitten aus den großen Frühwerken „Nabucco“, „La Traviata“ und „Rigoletto“ repräsentiert sein. Als Klangkörper ist die „Main-Philharmonie“ eingeladen, die unter der Leitung des jungen Dirigenten Daniel Stratievsky stehen wird, der sich zuletzt an der Kammeroper Frankfurt einen Namen gemacht hat.
Sechs Solisten
Als Besonderheit für das Jubiläumsjahr hat die Konzertdirektion Konzago ein ungewöhnlich großes Sängerensemble zusammengestellt. Insgesamt sechs Gesangssolisten gestalten den Konzertabend, darunter einige der Stars, die der „Italienischen Nacht“ in den vergangenen Jahren immer wieder und mit großem Erfolg verbunden waren: die Sopranistinnen Manami Okazaki und Tatjana Charalgina sowie der mexikanische Tenor Oscar de la Torre. Dazu gesellen sich die Mezzosopranistin Almerija Delic, Ensemblemitglied am Staatstheater Nürnberg, und der koreanische Bass Martin Ohu. Ein Bariton wird das Ensemble vervollständigen. Aber nicht nur für das musikalische, auch für das gastronomische Wohl des Publikums wird gesorgt sein. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird das bewährte Team des Fördervereins des Theaters Rüsselsheim die Konzertbesucher ab 17 Uhr auf dem Theatervorplatz mit Getränken und kleinen Speisen versorgen. Die Bühne ist also in jeder Hinsicht bereitet für einen großen Konzertabend voller sprühender Kunstfertigkeit und wunderschöner Melodien!
Tickets
Karten sind noch beim Servicecenter Kultur123 in Rüsselsheim, Am Treff 1, Telefon 06142–832630, erhältlich und können online bei reservix.de sowie www.kultur123ruesselsheim.de bestellt werden.
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